RÜCKBLICK

Das Festival THEATERNATUR hat in den letzten vier Jahren den Harz als Kulturstandort gestärkt, innovative, kraftvolle Impulse für die lokale professionelle Theaterlandschaft gesetzt und sich zum Leuchtturm für die freie Kunst- und Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts, Thüringens und Niedersachsens entwickelt. Daraus erwächst ein hoher Anspruch an die künstlerischen Darbietungen, der in Zusammenarbeit mit lokalen Kulturschaffenden unter professionellem Engagement die Highlights der vergangenen Jahre möglich gemacht hat. Das langfristige Ziel ist es, eine neue und überregional beachtete Infrastruktur für KULTUR IM HARZ zu etablieren. Stets ist das Thema der Festivalspielzeit eng verwoben mit dem Spielort Harz – so lautete das Motto in den vergangenen Jahren zum Beispiel VER.HEXT(2017),  
IM DICKICHT DES WALDES(2016) oder HEIM@STADT(2015). Kernstück des Festivals waren seit Anbeginn die Eigenproduktionen für die Bühne, die sich mit den verarbeiteten Motiven immer ganz besonders auf die Themen und Interessen der Einwohner und Gäste des Harzes bezogen.

Spielort des Festivals ist die seit Jahrzehnten verschlafene und bei vielen fast in Vergessenheit geratene Waldbühne im Oberharzer Ortsteil Benneckenstein. Als Mittelpunkt für darstellende Kunst der Spitzenklasse erwacht sie nun jeden Sommer zu Leben und Glanz. Die Vielfalt des Festivalprogramms bietet für jeden etwas – eine ideale Voraussetzung, um Besucher in die strukturschwache Region zu holen. Die Besucher kamen zu etwa zur Hälfte von außerhalb des Oberharzes – aus Magdeburg, Halberstadt, Wernigerode, Nordhausen, Bad Harzburg, Braunschweig, Sangerhausen sogar einige Besucher aus Weimar und Berlin und Frankreich bzw. Dänemark waren darunter.

THEATERNATUR2017 – Ver.hext | 04.-15. August 2017

Das  in dem Jahr erstmals 12-tägige Festival war am 05.08. mit der Uraufführung des Harzer-Mystery-Krimis IM SCHATTEN DER HEXEN der Halberstädter Autorin Katrin Hotowetz als absolutes Highlight gestartet. Eine mit 550 Gästen bis auf den letzten Platz ausverkaufte Waldbühne Benneckenstein ließ den Erfolg des Festivals bereits erahnen.

Knapp 4000 Besucher bei 47 Vorstellungen an 12 Tagen. Das ist ein Wachstum von etwa 20% im Vergleich zum Vorjahr. Eine „erstaunliche Leitung“ findet auch Bürgermeister Frank Damsch (Stadt Oberharz am Brocken) während der Eröffnungsrede. „Zumal man bedenken muss, dass dies in nur drei Jahren gelungen ist.“ gibt er weiter an.  Nicht nur die stetig wachsenden Zuschauerzahlen, auch die Aufmerksamkeit bei Wirtschaft und Politik sind ein Indiz dafür. Zur Premiere war wiederholt der Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger sowie die Harzer Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer und Angela Gorr, MdL sowie die Linke Bundestagskandidatin Evelyn Edler vor Ort. In den folgenden Tagen kamen darüber hinaus zahlreiche Lokal- und Regionalpolitiker wie OB Dr. Oliver Junk (Goslar) und OB Andreas Henke (Halberstadt) und haben sich von der Ausstrahlungskraft und Qualität des Festivals überzeugen können.

Auch die wachsende Anzahl an Sponsoren, über 50 in diesem Jahr, lässt auf eine wachsende Aufmerksamkeit in der Region und darüber hinaus schließen. Und sogar Dr. Schellenberger spricht in seiner Rede davon, dass „das THEATERNATUR ab sofort eine feste Größe in der Kunst- und Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts, Thüringens und Niedersachsens ist.“

Auch die weiteren Highlights wie Janek Liebetruths Inszenierung von Arthur Millers HEXENJAGD als Allegorie auf die derzeitige wachsende Angst und Hysterie vor Flüchtlingen und allem Fremden, kam bei Publikum und Kritikern gleichermaßen gut an. Harzkritiker Thomas Kügler meint, „wenn es so weiter geht, dann wird das Festival auf der Waldbühne bald zum Pflichttermin für zeitgenössisches Theater.“

Die Ballettgala HEXTETT der Basler Ballettkompanie Carta Blanca Dance, sowie das Konzert HEXEN/WERKE des traditionsreichen und renommierten Staatsorchesters Braunschweig, besuchten jeweils über einhundert Zuschauer und sind abermals Beispiele für den Facettenreichtum und die Bandbreite des Festivals.

Videorückblick THEATERNATUR 2017 | VER.HEXT

von Jonez Entertainment

THEATERNATUR2016 – #ImDickichtdesWaldes | 05.-14. August 2016

Bereits beim Start am 05.08.2016 mit der Premiere von Schillers DIE RÄUBER war abzusehen, dass das Team um den Künstlerischen Leiter Janek Liebetruth im zweiten Jahr des Bestehens des Festivals alles richtig gemacht und sich im Vergleich zum Debüt im vergangenen Sommer ordentlich gesteigert hat. Nicht nur, dass es in diesem Jahr gleich drei Premieren von eigenen Produktionen mit teilweise Uraufführungen gab, der neue Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger kam auch zum Premierenauftakt extra aus der Landeshauptstadt Magdeburg in den Oberharz gereist, um das Festival offiziell zusammen mit  Liebetruth vor der bis auf den letzten Platz ausverkauften Waldbühne  zu eröffnen. Schellenberger stellte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung des noch jungen Festivals für die Kulturlandschaft im Harz und das Landes fest und sicherte seine persönliche Unterstützung und die der Staatskanzlei in den kommenden Jahren zu.

Auch weitere politische Prominenz fand den Weg ins Dreiländereck. Die Oberbürgermeister Peter Gaffert (Wernigerode) und Dr. Oliver Junk (Goslar) sowie die Landtagsabgeordnete Angela Gorr kamen zur RÄUBER Premiere, die vom Publikum mit minutenlangem tosendem Applaus belohnt wurde. Der Chef der Staatskanzlei Rainer Robra kam am Sonntag sogar mit seiner Familie, um die sin(n)phonische Wanderung namens WALD | SINN | PHONIE zu besuchen. Landrat  Martin Skiebebesuchte dann eine abendliche Vorstellung der RÄUBER und war begeistert. Der Landkreis hatte kurzfristig noch vor Beginn des Festivals einen Zuschuss bewilligt. Thüringens Ex-Kultusminister Christoph Matschie besuchte das Festival ebenfalls.

Gleich am Samstag Nachmittag ging das Programm mit dem vor 10 Jahren im Oberharz gedrehten Film KÖNIGE DER NUTZHOLZGEWINNUNG sowie dem Jugendgastspiel DIE BESSEREN WÄLDER aus Rudolstadt weiter. Am Abend folgte dann die zweite Premiere des Festivals – die außergewöhnliche und hochkarätige Ballettgala namens  WILD | WALD | TANZ, mit Tänzern von renommierten Ballettkompanien aus Tallin, Den Haag und Nizza. Neben zwei Uraufführungen von Lukas Timulak und Chiara Annonziato, die eigens für die Gala erschaffen wurden, bekamen die zahlreichen Besucher aus Nah und Fern, Ausschnitte von klassischem bis zeitgenössischem Tanz, u.a. zwei Stücke vom Choreograph des Jahres 2015 Marco Goecke zu sehen. Den Höhepunkt des Eröffnungswochenendes bildete die von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt geförderten zwei sinn-phonische Wanderungen namens  WALD | SINN | PHONIEN, eine Koproduktion mit dem Erfurter Künstlernetzwerk Zughafen, bei dem die ca. 100 Besucher zusammen mit 25 Musikern Schauspielern, Tänzern und Performern zwei Stunden den Wald um die Waldbühne interaktiv und sinnlich entdeckten. In zwei Variationen – gelb und blau – schufen künstlerische Installationen, Lesungen und musikalische Beiträge Inseln inmitten des Waldes.

Das THEATERNATUR 2016 wurde zudem massiver im Harz und Harzvorland mit Plakaten, Bannern und Leporellos beworben. Auch die Vermarktung in den sozialen Netzwerke wurden intensiviert und regionale Sponsoren und Unterstützer wurden verstärkt aktiv mit eingebunden. Sichtbarer waren wir in diesem Jahr auf jeden Fall. Auch sicher deshalb haben in diesem Sommer bereits dreimal so viele Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet den Weg nach Benneckenstein gefunden als im Jahr zuvor. Es wurden rund 3500 Tickets in diesem Sommer verkauft. Die Gesamtauslastung lag bei fast 40 Prozent.  Die Einnahmen konnten ebenfalls um fast 40 Prozent gesteigert werden.

Auch die Aufmerksamkeit der Medien war deutlich höher. Gleich sechs mal waren Kollegen des Mitteldeutschen Rundfunks (Radio und Fernsehen) vor Ort. Unter anderem gab es Beiträge in der überregionalen Kultursendung ARTOUR und bei Sachsen-Anhalt Heute. Erstmals waren auch Theaterkritiker von MDR Kultur und dem Harzkurier vor Ort und haben äußerst positive Rezessionen veröffentlicht.

Videorückblick THEATERNATUR 2016 | #IM DICKICHT DES WALDES

von Jonez Entertainment

THEATERNATUR2015 – Heim@Stadt | 07.-17. August 2015

Das erste überregionale, länderübergreifende Festival der darstellenden Künste im Harz hat bewiesen, dass es die Waldbühne in Benneckenstein mit einem ambitionierten, hochkarätigen Programm aus dem Dornröschenschlaf reißen kann.

Zehn Tage lang war die seit vielen Jahrzehnten verschlafene und bei vielen fast in Vergessenheit geratene Waldbühne im Oberharzer Ortsteil Benneckenstein Schauplatz für darstellende Kunst der Spitzenklasse. Knapp 30 Programmpunkte aller Couleurs der darstellenden Künste präsentierte der Kulturrevier Harz e.V. während der ersten Auflage des THEATERNATUR.

Im Mittelpunkt stand die Untersuchung des Begriffs „Heimat“ vor allem die damit verbundenen kulturellen und sozialen Bindungen innerhalb einer Region und einer Gemeinde. Dabei setzen wir bewusst die Geschichte des Ortes und der Region in den Inszenierungen ein. Dokumentarische Elemente sollen in die Produktionen eingebunden und verwendet werden, um darüber eine ortsgebundene Authentizität zu schaffen, die gesellschaftliche Themen und Fragestellungen des Ortes in Bezug auf die Heimatfrage künstlerisch einbezieht.

Glanzlichter gab es zahlreiche. Allen voran ist Liebetruths Inszenierung von DER BESUCH DER ALTEN DAME zu nennen. Diese Produktion war laut Angaben des Vereins von den Besucherzahlen die Erfolgreichste, obwohl es natürlich gewagt war, so ein Stück mit ernstem Hintergrund und Fragen nach Geld und Moral auf eine Waldbühne zu bringen. Es wurde als Unterhaltung und Anregung aufgenommen, genau das sollte es sein. Auch die zweite Produktion, die musik-theatrale Uraufführung HARZ/HEIMAT/MEGACITIES kam beim Publikum gut an. Ebenfalls das Gastspiel des Deutschen Nationaltheaters  Weimar TSCHICK ist auf viel Interesse und Begeisterung gestoßen.

Die erste Auflage des THEATERNATUR – Festivals (Stadt Oberharz am Brocken) ist dann mit einem einzigartigen und bewegenden sowie energetischen Konzertabend HÖRBARE HEIMAT vom Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode unter der Leitung von Generalmusikdirektor Christian Fitzner zu einem grandiosen Abschluss gebracht wurden. Leider konnte auf Grund der Witterungsbedingten das Konzert nicht wie geplant auf der Waldbühne selber stattfinden. Kurzfristig wurde die Veranstaltung in das Schützenhaus in unmittelbarer Näher verlegt. Ebenfalls der Programmpunkt davor, die Vorführung des erst vor wenigen Wochen veröffentlichten Dokumentarfilms VERGESSEN IM HARZ von Filmemacher Enno Seifried wurde bereits in die Ausweich-Spielstätte verlegt. Somit wurde die Festival auf dem Austragungsort, der Waldbühne Benneckenstein, von den fünf Jungs der Lüneburger Jazz/Punk Band SCHÖN DICK BUTTER beendet.

Die Vielfalt bot für jeden etwas, um über die engere Region hinaus Besucher in die Region zu holen. Die Besucher kamen zu etwa zwei Dritteln nicht aus Benneckenstein, sondern aus allen Teilen des Harzes und darüber hinaus. Aus Magdeburg, Halberstadt, Wernigerode, Nordhausen, Bad Harzburg, sogar einige Besucher aus Weimar und Berlin waren darunter.

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