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Mein Treffen mit Leonardo DiCaprio

ÖFFENTLICHER RAUM | GASTSPIEL | What’s Love, Frankfurt a.M. und der Welt

Samstag, 27. Juli | 16:00 | Bürgerpark – Wernigerode* (Dornbergsweg 27)
Sonntag, 28. Juli | 16:00 | Terrasse der Stadtbibliothek – Nordhausen 
(Nikolaiplatz)

*Hinweis: Der Eintritt zum Bürgerpark beträgt 2-4 €. Als Ausgleich gibt’s im Anschluss einen Bratwurst-Gutschein für Euren Besuch auf der WALD|BÜHNE.

 

In „Mein Treffen mit Leonardo DiCaprio“ geht es um … genau: Leonardo DiCaprio! Und … die Liebe! Und das mit viel Musik und ordentlich Energie!

bell hooks sagt: „In unserer Kultur wird derzeit kaum noch öffentlich über die Liebe diskutiert.“ Stimmt das? Es gibt eine Menge Popsongs über Liebe und Filme, die wahlweise tragische oder glückliche Lovestories erzählen. Und tendenziell wird davon ausgegangen, dass wir alle wissen, wie das Lieben geht, dass wir nur auf die richtigen Personen treffen müssen und dann flutscht das Ganze schon von alleine. – Ja, na klar, es sei denn die Eltern sind dagegen oder man wird durch ein schreckliches Unwetter voneinander getrennt.

Aber selbst falls uns die Fähigkeit zum Lieben mit in die Wiege gelegt ist, bestimmte Vorstellungen, Konventionen und Vorbilder prägen unseren Umgang mit der Liebe. Und da das 21. Jahrhundert nicht unbedingt als wenig komplexes Zeitalter in die Geschichte eingehen dürfte, liegt der Verdacht nahe, dass auch das Lieben unserer Zeit vielschichtig geprägt ist.

In ihrem Comic „Ich fühl’s nicht“ verhandelt Liv Strömquist in verschiedenen Erklärungsansätzen, warum es dieser Tage schwierig ist, entschieden und groß zu lieben. Und dass „ein bisschen Lieben“ nicht ausreicht, darüber ist man sich ja doch eher einig. Sie bedient sich dabei Theorien von Philosoph*innen wie Byung-Chul Han und Eva Illouz und auch alten Knackern wie Sokrates und Aristophanes.

Angel Krastev und Marlene Haagen entwickelten zunächst eine szenische Lesung aus dem Comic, der sich dann zu einem fulminanten Abend entwickelte: Gemeinsam mit dem Musiker Mika Amsterdam tanzen, singen und diskutieren die Schauspielerinnen Marie Bretschneider und Marlene Haagen in „Mein Treffen mit Leonardo DiCaprio“ mit und um die von Strömquist aufgestellten Thesen „der Konjunktur der Rationalen Wahl“ oder „der Neudefinition von männlichem Erfolg“. Dabei verknallen sich die Protagonist*innen (die doch eigentlich einfach nur Vorlesen sollten!) ineinander, buhlen umeinander oder verkuppeln sich untereinander.

Und Leonardo DiCaprio? Als gebotoxter Gefühlsfanatiker, als virtuoser Walzerliebhaber und als Zigarre rauchender Klugscheißer begleitet er durch den Abend. Herr DiCaprio steht dabei exemplarisch für uns alle (auch wenn er ein paar Euros mehr hat als die meisten von uns.) Redebarf und Geständniswut vorprogrammiert!

Besetzung

Von & Mit: Marlene-Sophie Haagen, Marie Julie Bretschneider, Mika Amsterdam
Musikalisches Arrangement: Camilo Bornstein
Regie: Angel Krastev

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