UN|EINS

Genre

TANZ
Zeitgenössisches Tanztheater

Preise

Einzelticket: 24,50 € im VVK
ermäßigt: 20,50 € im VVK

Abendkasse abweichend

Spielort

WALD|BÜHNE

 KULTURREVIER HARZ 

Projektleitung: Nadja Kadel

UN|EINS heißt der dreiteilige Tanzabend, der sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Spaltung auseinandersetzt. Seine Protagonist*innen suchen die Synthese von Einheit und persönlicher Freiheit und inszenieren sie zugleich als Spannung, so Xenia Wiest, die in ihrer Uraufführung die Abgründe dieses Verhältnisses zwischen Einheit und Freiheit auslotet. Das Tanztheater Erfurt wagt sich in “Konsequenzen” an Themen, die aktuell gesellschaftlich und politisch spalten. In Yotam Peleds “Boys Don’t Cry” erleben wir die Metarmorphose eines einsamen Mannes, der um seine persönliche Freiheit kämpft.

PARADOX

 URAUFFÜHRUNG 

Choreographie: Xenia Wiest
Dramaturgie: Nadja Kadel
Ausstattung: Melanie Jane Frost
Assistenz: Fabio Palombo
Licht Design: Ingo Jooß

Dauer: ca. 30 min.

Xenia Wiest kam mit neun Jahren aus dem sowjetischen Moskau nach Deutschland. Ihre Kindheit stand im Zeichen politischer Kontrolle: „Meine Eltern mussten sich der Mehrheit anschließen, die Indvidualität eines Andersdenkenden war nicht gewünscht. Freiheit im Sinn von politischer Meinungsfreiheit haben wir erst nach der Emigration kennen und schätzen gelernt.“ Die klassisch ausgebildete Tänzerin begann schon früh zu choreographieren. Schon in ihren ersten Arbeiten für das Staatsballett Berlin war Freiheit eines ihrer zentralen Themen. Ihre Performer*innen tanzen einen sehr musikalischen, modernen Bewegungsstil auf klassischer Basis (die Frauen tragen oft Spitzenschuhe). In der Choreografie dieses Abends stellt sie sich die Frage, wie sich persönliche Freiheit mit dem Agieren in der Gruppe (der Gesellschaft) vereinbaren lässt, wie Kompromisse erreicht werden können und wie die Freiheit der Meinung, unter heutigen medialen Bedingungen, sowohl mit der öffentlichen als auch mit der individuellen Freiheit zu vermitteln sind.

Fabio Palombo
Alice Gaspari
Marco Rizzi
Weronika Frodyma

 


KONSEQUENZEN

TANZTHEATER ERFURT 

Konzept und Choreografie: Ester Ambrosino
Musik: Michael Krause
Kostüme: Jelena Albrecht
Licht: Stefan Winkler
Videoprojektion: Manuel Schuler

Uraufführung 21.9.2017, Theater Erfurt, Studiobühne
Dauer: ca. 60 min.

Die Darstellung einer überforderten Gesellschaft mit den daraus resultierenden dramatischen Folgen ist allgegenwertig. Virtuos und bildhaft setzt die Choreografie um, welche Konsequenzen sich aus dem Miteinander, Nebeneinander Nebeneinander oder Gegeneinander der Tänzer*innen ergeben. Die Beschränktheit des Bühnenraums verstärkt durch Videoprojektionen die Fülle der Bilder und Szenen und regt zu einer kritischen Überprüfung eigener Werte an. Die cinematische Umsetzung der Musikkomposition begleitet und verstärkt die szenische Handlung, schafft Übergänge und erzeugt bleibende Emotionen.

Martin Angiuli
Daniela Backhaus
Veronica Bracaccini
Manuel Schuler
Marieke Engelhardt
Luma Lee
Daniel Medeiros
Kathrina Wilke
Tabea Wittulsky


BOYS DON’T CRY

Choreographie: Yotam Peled
Musik: Radioslave, People Skills, øjeRum

Premiere: April 2017
Dauer: ca. 20 min.

Das Solo “Boys Don’t Cry” ist ein Tanztheaterstück welche sich die Transformation eines Mannes abstrahiert widerspiegelt. Die Idee dazu ist vor fünf Jahren entstanden, als der Choreograph und Tänzer Yotam Peled  von Israel nach Deutschland gezogen ist. Es erforscht wie ein Ritual zwischen Tänzer und Publikum die eigene Emotionalität, Zerbrechlichkeit und Verletzbarkeit. und akzeptiert die Faktoren als Teil von Männlichkeit. Die Performance enthält Nacktheit.

Die Grundzüge des Solos wurden im September 2015 im Zuge eine Residenzprogramms in Awaji Island, Japan entwickelt. Dort erhielten die Skizzen den Publikumspreis. Danach wurde es im Dezember 2016 in Form einer Vor-Premiere  im Black Box Theater in Hanoi, Vietnam, gezeigt. Die offizielle Premiere des fertigen Stücks fand im April 2017 im Ada Studio in Berlin statt. Seitdem wurde es weltweit aufgeführt.

 

FÖRDERUNG

UN|EINS wird gefördert durch die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.
KONSEQUENZEN wurde gefördert aus Mitteln der Kulturstiftung Mittelthüringen.
BOYS DON’T CRY wurde unterstützt durch European Cultural Foundation – STEP travel grants

Termine

Freitag 21. August
20:30 – 22:30 Uhr

 PREMIERE 

Samstag 22. August
20:30 – 22:30 Uhr

Sonntag 23. August
20:30 – 22:30 Uhr