Pressemitteilung THEATERNATUR 2020

Das THEATERNATUR– Festival der darstellenden Künste des Kulturrevier Harz
e.V. geht 2020 in die sechste Runde. Auf der malerischen Waldbühne dreht sich in
diesem Jahr alles um das Motto „Endstation: Einheit!“.

„Unsere ENDSTATION:EINHEIT! ist solidarisch, bunt, vielfältig und vereinigt
Künstler*innen verschiedenster Sparten in einem breitgefächerten Programm. Zwei
Eigenproduktionen und 16 Gastspiele aus der gesamten Republik erzählen von
Fallstricken des Miteinanders, eben so wie vom Glück der Gemeinschaft“, betont
Festivalleiter Janek Liebetruth. „Neben den Vorstellungen auf der Waldbühne erwartet
Sie in diesem Jahr auch ein ganz besonderes neues Programm: Die FREI|LUFT|
KULTUR kommt zu Ihnen und bespielt bei freiem Eintritt den städtischen Raum in der
Region Oberharz.“

Waren in der erste Phase im letzten Jahr unter dem Titel GRENZEN:LOS! noch die
Unterschiede WEST– und OSTdeutscher Lebensweisen Gegenstand der kreativen
Untersuchung, werden 2020 die vereinenden Aspekte im Mittelpunkt des Interesses
stehen. Trennung und Zusammenkunft, Klischee und Erfahrungswert, Vorurteil und
Neuentdeckung – 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist es an der Zeit aufzuräumen,
aufzuarbeiten und den letzten Schritt der Annäherung zu vollziehen. Solidarität,
Hoffnung und Optimismus sind gerade jetzt, vor dem Hintergrund der Corona-Krise,
wichtige Faktoren. Auch das wird das diesjährige THEATERNATUR 2020 bestimmen. Daher
steht nun nicht mehr wie bisher ein Fragezeichen hinter dem Motto, sondern ein
Ausrufezeichen.

Über 30 Einzelveranstaltungen stehen in diesem Sommer vom 7. bis zum 23. August
auf dem erneut 17-tägigen Festivalprogramm. Wie die Zuschauer es gewohnt sind, wird
auch das diesjährige Festival wieder von zwei Eigenproduktionen getragen. Die erste
Produktion ist „ES IST NOCH NICHT SO WEIT“. Das Stück ist von Soren Hornung geschrieben
worden und wird unter der Regie von Janek Liebetruth am Freitag, 7. August, auf der
Waldbühne Benneckenstein uraufgeführt. Die Handlung dreht sich um den Ost-
Sandmann als geschätztes Überbleibsel der DDR- Zeit. Und um sein Ebenbild aus der
Bundesrepublik, der mit der Wende verschwunden ist. Beide treffen als alte Männer
aufeinander. Inhaltlich geht es um die vielen Probleme, die beide miteinander haben und
die Wut, die vielleicht auch in bestimmten Situationen nach wie vor vorhanden ist.
Als zweite Eigenproduktion wird das Tanzstück „UN|EINS“ aufgeführt. Dabei handelt es
sich um einen dreiteiligen Ballett von Xenia Wiest, Ester Ambrosino und Yotam Peled.
Es wird zum Abschluss-Wochenende des Festivals zu sehen sein. Zu den Gastspielen
gehoren unter anderem das Stück „DA, WO ALLE GLEICH SIND, GIBT ES KEINEN“ (Demian
Duran, München), „DANKE MERKEL“ (Junges Ensemble Theater der Keller, Koln) und
LOLI JACKSON UND DER SINN VON ALLEM“ (Rumpel-Pumpel-Theater, Bochum).

Eine besondere Aktion ist die Video-Audio-Installation „Haerzarchiv: Mein Jahr
danach“. Mit sollen Bürger ihre Erlebnisse während und nach der „Wende“ erzählen.
Die aufgenommenen Videos sind dann an mehreren Standorten im Oberharz zu sehen.
Wer Lust hat, mitzumachen und seine personliche Geschichte zu erzählen, kann sich per
Mail an die Organisatoren wenden. Insgesamt beinhaltet der Spielplan somit zwei
Eigenproduktionen und immerhin 16 Gastspiele – so viele wie nie vorher.

Das Projekt „THEATERNATUR“ wurde 2015 gestartet und hat sich seitdem im Dreiländereck
Sachsen-Anhalts, Thüringens und Niedersachsens fest in der Kunst- und
Kulturlandschaft etabliert. Janek Liebetruth verspricht eine spannende Spielzeit. Trotz
Corona. Auf der Waldbühne in Benneckenstein, wo 400 Sitzplätzen zur Verfügung
stehen, wird unter Beachtung aller Hygienemaßnahmen begrüßt.

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