LUCIAN PATERMANN

Videokünstler

ES IST NOCH NICHT SO WEIT

Foto: Privat

Lucian Patermann (*1985) ist ein künstlerischer Tausendsassa, der in den letzten Jahren insbesondere durch sein videografisches und malerisches Schaffen hervorgetreten ist. Ein deutliches Kennzeichen seiner prägnanten Formensprache, ist die Auseinandersetzung mit den Erscheinungsformen der Sprache selbst. Er zerlegt unsere Sprache(n), versetzt sie in Bewegung, strapaziert ihre Klänge, seziert ihre narrative Syntax und transformiert sie in neue Wirkungsfelder.

Er lebt und arbeitet in Leipzig und studierte „Freie Kunst“ mit einem Schwerpunkt auf interdisziplinäre Konzepte an der Bauhaus-Universität Weimar. Studien- und Arbeitsaufenthalte führten ihn in diesem Rahmen nach Frankreich, Italien, Israel, Marokko, Österreich, in die Schweiz und die Türkei. Dort realisierte er zahlreiche Ausstellungen und Projekte. Schon vor Beginn seines Studiums, und der damit verbundenen Zusammenarbeit mit Institutionen der Bildenden Kunst, realisierte Lucian Patermann mit „my god rides a skateboard“ (2007) und die „Open Soap“ (2007 – 2008) erste Bühnenprojekte am Deutschen Nationaltheater Weimar.

Seit dem stehen seine Arbeiten in einer kontinuierlichen Wechselbeziehung zwischen Räumen und Perspektiven der Bildenden und der Darstellenden Künste. Dabei arbeitet Lucian Patermann vorrangig in von ihm konzipierten Langzeitprojekten, die sowohl wissenschaftliche, als auch ästhetische Vertiefung bedeuten (gegenwärtig und seit 2015 sind dies die „Variationen einer Sprache der Zeit“). Neben den damit einhergehenden Kooperationen mit einer Vielzahl von kleineren wie größeren Institutionen, Künstler*innen und entsprechenden Netzwerken, pflegt und pflegte Lucian Patermann unterschiedliche kontinuierliche Zusammenarbeiten.

2007 – 2008 realisierte er verschiedene Veranstaltungen mit der ACC-Galerie Weimar an der Schnittstelle zwischen Videoinstallation und Performance.

2009 – 2014 entwickelte er Inszenierungen, Performances, Installationen und partizipative Projekte für das stellwerk – Theater im Kulturbahnhof Weimar.

2009 – 2012 war er kuratorisches Beiratsmitglied des marke.6 – Ausstellungsraums der Bauhaus- Universität (im Neuen Museum Weimar).

2010 – 2012 entwickelte und leitete er die Medienwerkstatt des Greizer Theaterherbstes, ein Labor an der Schnittstelle zwischen partizipativer Projektentwicklung und redaktionell-dokumentarischer Vertiefung der jährlich wechselnden Themenschwerpunkte des Festivals.

Seit 2014 begleitet er in verschiedenen Tätigkeiten das Wirken auf der Waldbühne Benneckenstein und das TheaterNatur Festival, zuletzt vorrangig als Videokünstler für die Produktionen IM SCHATTEN DER HEXEN, DER STURM und DIE LEGENDE VON SORGE UND ELEND.

Seit 2017 verbindet ihn ein vielseitiges Zusammenwirken mit dem Singer/Songwriter und Autor Max Prosa.

Seit 2019 unterstützt er als Mitbegründer die M.Over Company, die sich der Entwicklung von zeitgenössischen Tanzprojekten verschrieben hat.

Lucian Patermanns künstlerisches Schaffen ist schon von Schultagen an von punktuellen Vermittlungs- und Lehrtätigkeiten begleitet. Bereits 2005 gründete er mit Schulfreund*innen unter dem Motto „jung für jünger“ einen entsprechenden Verein, der die Zeit jedoch nicht überdauert hat. Nach vielen kleineren Stationen (z. Bsp für das IKKM Thüringen, die Klassik Stiftung Weimar und die Bauhaus-Universität) arbeitet er seit 2019 regelmäßig im Werklabor des Bauhaus Museums Weimar, einem Raum für Projektentwicklung und Vermittlung.

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