GRUSSWORT

Martin Skiebe – Landrat des Harzkreises

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Gäste und Freunde der Kunst,

in diesem Jahr dürfen wir vom 9. bis 25. August 2019 bereits die fünfte Auflage eines Festivals erleben, das in unserer Region und darüber hinaus einmalig ist. Mit großem Engagement und hoher Professionalität wird den Besuchern ein qualitativ anspruchsvolles und breites Programm angeboten. Das Festival hat sich etabliert und ist zu einem Besuchermagneten geworden.

30 Jahre nach dem Fall der innerdeutschen Mauer steht das Festival in diesem Jahr unter dem Thema GRENZEN:LOS!. Erstmalig wird es eine thematisch aufeinander aufbauende Doppelspielzeit geben, so dass man sich auch schon auf die Fortsetzung in 2020 freuen kann. Mit dem nächsten Jubiläum, dem 30. Jahrestag der Wiedervereinigung, heißt es dann: „ENDSTATION:EINHEIT?“.

Wenn sich Künstler mit Themen wie Trennung und Zusammenhalt, Klischee und Erfahrungswert, Vorurteil und Neuentdeckung auseinandersetzen, so wollen sie unterhalten und zum Nachdenken anregen. In den letzten 30 Jahren ist sicher nicht alles gelungen. Viele Träume und Wünsche blieben unerfüllt. Nicht alle Menschen im Osten Deutschlands haben von der neuen Freiheit und dem Wirtschaftsaufschwung profitiert. Demokratie muss immer wieder mit Leben erfüllt werden.

Die Mischung aus Eigenproduktionen und handverlesenen Gastspielen, Lesungen und Filmvorführungen bilden erneut einen breitgefächerten Spielplan, dessen Spannweite sämtliche Genres umfasst und damit für jeden Kunstgeschmack etwas bietet. Gemeinsam darüber zu sprechen, wie miteinander gelacht, geweint, hinterfragt und inspiriert wird und dabei die Unterschiede, wie auch die Gemeinsamkeiten im Verständnis zwischen OSTund WESTaufzuzeigen, das ist das Ziel dieses Festivals.

Sich der eigenen Vergangenheit bewusst zu stellen, GRENZEN auszuloten und sich von Vorurteilen und Stereotypen LOSzureißen, das ist der Aufruf an die Besucher.

Ich bedanke mich bei allen Organisatoren, Sponsoren und Akteuren des Festivals. Ohne ihr Engagement wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich.

Den  Akteuren wünsche ich viel Erfolg und eine gute Resonanz sowie den Gästen und Besuchern ein nachhaltiges Kunsterlebnis der besonderen Art.

Martin Skiebe
Landrat des Landkreises Harz