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FRÜHLINGS ERWACHEN

von Frank Wedekind

Genre

SPRECHTHEATER

Tragödie

Preise

Einzelticket: 23 € im VVK
ermäßigt: 17,50 € im VVK

Abendkasse abweichend

Spielort

WALD|BÜHNE

INFOS ZUM AUTOR

Frank Wedekind wurde am 24.7.1864 in Hannover geboren. Sein Vater war Arzt, die Mutter in der Jugend Schauspielerin. 1872 emigrierte die Familie in die Schweiz. Wedekind brach sein Jurastudium ab und arbeitete dann als Journalist, Reklamechef und Sekretär. Ab 1890 arbeitete er in München für den “Simplizissimus”. Für ein im “Simplizissimus” veröffentlichtes politisches Gedicht erhielt er drei Monate Festungshaft wegen Majestätsbeleidigung. Wedekind trat auch als Schauspieler auf. Er starb am 9.3.1918 in München.

Kulturrevier Harz

Regie Catharina May
Dramaturgie Sarah Thielen
Bühne Daniel Unger
Kostüme Leah Lichtwitz
Komposition und Livemusik Matthias Grote
Regieassistenz Juliane Nägele
Bühnenbildassistenz Miranda Kahlert
Kostümassistenz Jenny Dechêne

Die vierzehnjährige Wendla Bergmann will endlich aufgeklärt werden, aber ihre Mutter schämt sich zu sehr für die Wahrheit. Moritz Stiefel wundert sich über die sündhaften Träume und Regungen, die ihn neuerdings befallen. Sein Freund Melchior Gabor kann es ihm erklären. Verunsichert und vom Druck durch Schule und Elternhaus überfordert, nimmt Moritz sich das Leben. Wendla entdeckt mit Melchior die Liebe, wird schwanger und stirbt an einem von ihrer Mutter veranlassten Abtreibungsversuch. Als Melchior den beiden in den Tod folgen will, verführt ihn die Erscheinung eines „vermummten Herren“ zur Rückkehr ins Leben.

Frank Wedekind übte 1891 mit FRÜHLINGS ERWACHEN Kritik an einer von sexuellen Tabus geprägten Erziehung, an der die Jugend auf ihrem Weg in die Erwachsenenwelt zerbricht. Heute wirkt das Stück eher wie ein historisches Dokument  längst überwundener Auffassungen. Doch es weist über die Forderung eines offeneren Umgangs mit der natürlichen Entwicklung von Sexualität hinaus: Am Thema der Pubertät entzündet sich ein verhängnisvoller Generationenkonflikt, der exemplarisch für die lebensfeindliche Weltsicht einer Gesellschaft steht. Opfer der „Kindertragödie“ sind sowohl die Jugendlichen als auch deren Eltern und Lehrer, allesamt grotesk überzeichnete Figuren, Gefangene im herrschenden moralischen System.

Catharina May, die in diesem Jahr zum ersten Mal für THEATERNATUR inszeniert, stellt die jugendlichen Protagonisten ins Zentrum ihrer Bearbeitung des Stoffes. In den jungen Menschen selbst kollidieren die eigenen Gefühle, Sehnsüchte, Verunsicherungen und Ängste mit einer fremden neuen Welt. Ihre fatalen Schicksale spiegeln die Notwendigkeit einer aufrichtigen und vertrauensvollen Verständigung zwischen den Generationen wider.

BESETZUNG

   Melchior Gabor   Andreas Heßling
Wendla Bergmann / Zungenschlag, Gymnasialprofessor   Valerie Körfer
Moritz Stiefel / Knüppeldick, Gymnasialprofessor   Christoph Schulenberger
Ernst Röbel, Gymnasiast / Herr und Frau Gabor, Melchiors Eltern / Frau Bergmann, Wendlas Mutter / Rektor Sonnenstich   Curdin Caviezel
Hänschen Rilow, Gymnasiast / Herr und Frau Gabor, Melchiors Eltern /Frau Bergmann, Wendlas Mutter / Habebald, Pedell   Tobias Greiner-Lar
Martha Bessel, Schülerin / Herr und Frau Gabor, Melchiors Eltern / Frau Bergmann, Wendlas Mutter / Fliegentod, Gymnasialprofessor   Stefanie Feldmann
Thea, Schülerin / Ilse, ein Modell / Herr und Frau Gabor, Melchiors Eltern / Knochenbruch, Gymnasialprofessor / Der vermummte Herr   Helena Sigal

FÖRDERUNG

Gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt, Lotto-Toto Sachsen-Anhalt, der NORD|LB Stiftung und dem Landkreis Harz.

Termine

PREMIERE

Samstag 4. August
20:30 – 22:30 Uhr

Dienstag 7. August
20:30 – 22:30 Uhr

Freitag 10. August
20:30 – 22:30 Uhr

Dienstag 14. August
20:30 – 22:30 Uhr

Zum vorerst letzten Mal

Mittwoch 15. August
20:30 – 22:30 Uhr

Fotos von Frank Drechsler

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