DANKE MERKEL

Eine Stückentwicklung

Genre

SPRECH-/TANZTHEATER
Performance

Preise

Einzelticket: 24,50 € im VVK
ermäßigt: 20,50 € im VVK

Abendkasse abweichend

Spielort

WALD|BÜHNE

INFOS ZUM ENSEMBLE

Das Junge Ensemble Theater der Keller wurde 2019 gegründet und DANKE MERKEL ist das erstes Stück. Das Theater der Keller besteht seit 1955 in Köln und ist damit Kölns ältestes freies Theater. Und mit uns hat es jetzt endlich auch ein autonomes Jugendensemble. Bei uns bekommen junge Menschen aus Köln und Umgebung die Möglichkeit sich künstlerisch am Theater zu betätigen und sozialkritisch ihre Anliegen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die erste Theaterproduktion wurde intensiv von uns Darsteller*innen mitentwickelt und nach unseren Themen ausgerichtet. Dies soll auch so bleiben. Wir verstehen uns als eine Plattform für junge Menschen bei der sich jede*r künstlerisch ausprobieren und politisieren kann. Dazu benutzen wir verschiedene theatrale Formate wie Performance, Improvisations-, Bewegungs- und Tanztheater. Alles ist ein stetiges Experiment und soll in der Gruppe möglichst ohne Hierarchien und gleichberechtigt ablaufen. Wir möchten miteinander so Theater machen, wie wir uns auch eine lebenswerte Gesellschaft vorstellen.

 GASTSPIEL 
Junges Ensemble Theater im Keller, Köln
ab 12 Jahren

Regie und Konzept: Christoph Steć
Regie und Choreographie: Silke Schuster
Künstlerische Mitarbeit: Finn Cam
Stimmbildung: Katharina Singh
Bühne und Licht: Jan-Marco Schmitz
Technik: René Goethe
Kostüm: Sarah Ferreira dos Santos e Sousa
Grafik: Alina Böhmer

Premiere: 13. Januar 2020
Spieldauer: cirka 75 min.
Nominiert Berliner Theatertreffen der Jugend 2020

Die Welt steckt in der Krise – zumindest darüber sind sich alle einig. Aber in welcher Krise genau? Unseren Regierenden jedenfalls scheint die Dieselkrise mehr Kopfzerbrechen zu bereiten als die Krise, vor der uns praktisch die gesamte Wissenschaft warnt. Also was tun? Vorsorglich Lernen bis zum Umfallen oder freitags auf die Straße gehen? Aber was ist schon die Angst davor, die eigene Zukunft zu vermasseln, gegenüber der Angst, dass es diese Zukunft wahrscheinlich gar nicht geben wird? Und wer ist jetzt schuld an dem Ganzen? Die Kanzlerin, die Konsument*innen oder die Konzerne? Während sich alle streiten, versuchen andere längst die Welt zu retten. Wo warst du? – werden die zukünftigen Generationen fragen. Auf der Bühne! – werden wir antworten.

Eine Stückentwicklung von elf jungen Menschen aus Köln und Umgebung.

(Auszug aus der Bewerbung zum OPEN CALL)
“Wir sind jung und bis auf Khalaf, der aus dem Irak gekommen ist, sind wir alle im Westen groß geworden. Das Thema der deutschen Einheit hat für uns nie eine so große Rolle gespielt, denn sie war immer irgendwie selbstverständlich für uns. Während unserer Proben haben wir uns zwar auch damit beschäftigt, denn Angela Merkel stammt aus der DDR und wir haben uns zum Beispiel gefragt, warum das in ihrer Kanzlerschaft nur so selten eine Rolle gespielt hat. (…) Den Inhalt unseres Stückes haben wir selbst bestimmt und es sind die Themen geblieben, die uns aktuell am dringlichsten beschäftigt haben. Das war vor allem der Klimawandel und unsere Zukunftsangst, außerdem Rassismus und Rechtsextremismus, BigData und die Algorithmen, Feminismus, Schulsystem und Fragen des Zusammenlebens und des Politischen in der Gesellschaft und im Privaten allgemein.

Wir denken, dass der Begriff EINHEIT auch eine Rolle in unserer Produktion spielt. Wir stellen die Frage nach der Einheit der Menschen angesichts des Klimawandels und wachsender globaler Ungerechtigkeit. Wir Fragen nach der Einheit im Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Wir versuchen durch performative Mittel ein Gefühl des Gemeinsamen mit dem ganzen Publikum zu erzeugen (…) – Wir wollen Menschen zusammenbringen und ein gemeinschaftliches Gefühl der Hoffnung hinterlassen, denn nur so fühlen wir uns stark genug für Veränderungen einzutreten. Und diese Veränderungen muss es geben, denn das ist praktisch unsere ENDSTATION. Entweder wir steigen zusammen als Einheit aus, oder wir durchbrechen mit dem Zug die Absperrung und rasen ungebremst auf den Abgrund zu.”

 

BESETZUNG

Krishna Adelberger
Hannah Marie Bahlo
Johanna Bodemer
Khalaf Sabri Dawood
Vega Fenske
Justin Herlth
Maira Kellers
Paula Mai
Leander Sparla
Amely Störk
Sarah Uwimana

Termine

Samstag 15. August
20:30 – 21:45 Uhr