DA, WO ALLE GLEICH SIND, GIBT ES KEINEN

Genre

SCHAUSPIEL/PERFORMANCE
Biografie/Zeitgeschichte

Preise

Einzelticket: 18,50 € im VVK
ermäßigt: 14,50 € im VVK

Abendkasse abweichend

Spielort

WALD|STUDIO

INFOS ZUM AUTOR

Demjan Duran wurde 1991 in Prijepolje (Serbien) geboren und wuchs in Frankfurt/M. auf. Bereits während seiner Schauspielausbildung entdeckte er sein Interesse für die Regie und inszenierte dort kleine Szenen und Projekte. Nach Abschluss der Ausbildung folgten Hospitanzen am Schauspiel Frankfurt (Das Leben des Joyless Pleasure Regie: Alexander Eisenach), Thalia Theater Hamburg (Summer of Heat Regie: Stefan Pucher) und Theater Regensburg (pest Regie: Katrin Plötner). Im Februar 2015 realisierte er seine erste öffentliche Arbeit in der Frankfurter jugend-kultur-kirche sankt peter mit norway.today von Igor Bauersima. Seit 2016 studiert er Regie für Schauspiel und Musiktheater an der Theaterakademie August Everding unter der Leitung von Prof.Sebastian Baumgarten. Im Zuge dessen inszenierte er Mauser von Heiner Müller und Medeaphantasie nach Euripides. Im April 2017 richtete er im Rahmen der WELT / BÜHNE III Reihe des Residenztheaters München die szenische Lesung von Anbara der libanesischen Autorin Aliya Khalidi ein. Danach folgte Ich verspreche Knokke. Wie es vielleicht war. nach einem Text von Martin Kippenberger und Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer nach Bertolt Brecht. 2020 erhielt er ein Arbeits- und Fortbildungsstipendium der bayerischen Landeshauptstadt München für sein Projekt Das Turbofolk. 

 GASTSPIEL 
Demjan Duran, München

Regie und Raum Demjan Duran
Dramaturgie Julia Hammerstiel
Musik Giovanni Berg
Fotos n.N.

Premiere: 19. Februar 2020, Reaktorhalle München
Spieldauer: circa 70 min.

Man wird in die Welt geworfen. Da ist man also und existiert. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich fragt, wie man zu der*dem geworden ist, die*der man ist. Der Regisseur und seine Eltern sind in einem Land geboren, das es nicht mehr gibt. 1991 kommen sie gemeinsam in die BRD. Interviews mit den Eltern bilden die Basis einer performativen Auseinandersetzung. Inwiefern sind vergangene Erlebnisse innerhalb der Familie für die eigene ( politische ) Identität bestimmend?

 In „Da wo alle gleich sind, gibt es keinen“ beschäftigt sich Demjan Duran mit seinen Wurzeln. Duran wurde 1991 im sozialistisch föderativen Staat Jugoslawien geboren. Im selben Jahr zieht seine Familie aufgrund der sich zuspitzenden politischen Lage nach Deutschland – wo sie bis heute leben. Die persönliche Familiengeschichte wird zum Sinnbild einer Auseinandersetzung über Zugehörigkeit und Identität. Basierend auf Interviews mit seinen Eltern befragt der Regisseur seine Familiengeschichte: Wie war es, in einem kommunistischen Staat zu leben? Warum sind wir nicht in Jugoslawien geblieben? Wie sind wir nach Deutschland gekommen? Bin in Deutscher oder Jugoslawe? Die Eltern erzählen Geschichten über soziale Gleichheit, über die Liebe zu einem Staatsoberhaupt und die Ungerechtigkeiten der heutigen Gesellschaft. Wie versteht die Nachfolgegeneration diese Argumente und Ideale und wo bleibt es eine nostalgische Sehnsucht? Duran kreiert zusammen mit seinem Team ein performatives Stück, das sich auf die Suche nach dem Gegenwärtigen in der Vergangenheit begibt.

Die Performance reflektiert eine individuelle Geschichte die jedoch sinnbildlich auf Jedermann übertragbar ist. Alles was auf der Bühne passiert ist so universell, sodass jedem Zuschauer Raum für seine eigene Interpretation gewährt wird. Die Solidarität die sich zwischen uns konstruiert ist, dass wir alle einer gemeinsamen Geschichte folgen die uns auf unterschiedlichste Weise verbindet, unabhängig von Nationalität, Herkunft oder Religion. 

 

BESETZUNG

Leonard Dick

Termine

Donnerstag 13. August
20:30 – 21:45 Uhr