GRUSSWORTE

Ronald Fiebelkorn – Bürgermeister Stadt Oberharz am Brocken
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Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, liebe Gäste und Kunstliebhaber,

warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah. Kein geringer als der große Johann Wolfgang von Goethe, zweifelsohne einer der berühmtesten Harzbesucher überhaupt, prägte diesen Ausspruch in seinem Werk “ Erinnerung“ , welches bereits 1827 erschien. Getragen von diesem Ausspruch, können wir uns als Einwohner oder Gäste der Stadt Oberharz am Brocken auch im vierten Jahr des Bestehens des Festivals THEATERNATUR auf mittlerweile 13 sehr spannende, lehrreiche und unterhaltsame Tage hier auf der Waldbühne in Benneckenstein freuen. Unter dem Spielzeitmotto Fremde_Neue_Welt hält uns der

Regisseur und Spielleiter Janek Liebetruth wieder einmal den Spiegel vors Gesicht, um die Frage aufzuwerfen, wie gehe ich mit Veränderungen um, denn nichts anderes ist es wenn man sich einer fremden neuen Welt öffnet oder verschließt. Veränderungen sind ein unvermeidbarer und wichtiger Bestandteil des Lebens. Sie erfordern von uns die Fähigkeit uns veränderter Situationen anzupassen und uns neu zu orientieren. Häufig geht diese Veränderung der Lebensbedingungen nicht ohne Angst oder Verunsicherung einher.

Manchmal ist man geneigt zu sagen was früher recht und billig war ist nach kürzester Zeit längst überholt und die Abstände der Wandlung werden immer kürzer. Einst als utopische Fantasien abgestempelte Gedanken werden plötzlich Wirklichkeit. Wenn wir in der heutigen Welt überleben wollen, sind wir von der ersten Stunde unseres Lebens an gezwungen, uns anzupassen und uns auf neue Situationen einzustellen. Für manche Menschen sind Neues und Veränderung gleichbedeutend mit Lust, Neugierde und Nervenkitzel für andere hingegen unüberwindbare Mauern. Nun liegt es in der Verantwortung der Gesellschaft aber auch jedes einzelnen alle Menschen mitzunehmen, ihnen die Angst vor Veränderungen zu nehmen, aufzuklären.

Was passiert wenn Macht Ängste ausnutzt hat die bisherige Weltgeschichte mehrfach gelehrt. Ein Lösungsansatz um die Schere zwischen alt und jung, Dorf und Stadt, Wissen und Unwissenheit nicht größer werden zu lassen bietet uns ein Zitat von Henry Ford : Wer aufhört zu lernen, ist alt, mag er zwanzig oder achtzig Jahre Zählen. Jeder, der weiterlernt, ist jung, mag er zwanzig oder achtzig Jahre zählen.

Am Theater hat sich der Brauch erhalten, den Schauspielern Erfolg beim bevorstehenden Auftritt zu wünschen, daher an dieser Stelle ein dickes toi, toi, toi, der „Theaternatur 2018“ einen erfolgreichen Verlauf, den zu erwartenden zahlreichen großen und kleinen Gästen viel Spaß und viele Anregungen zu interessanten Gesprächen.

Ronald Fiebelkorn

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